AHK Baltikum 2

Entwicklung von Leitlinien für die kommunale Bewirtschaftung von Bioabfall in den baltischen Staaten

Zuwendungsempfangende

Deutsch-Baltische Handelskammer in Estland, Lettland, Litauen e.V.

Laufzeit

laufend

01.08.2024 bis 31.01.2026

Themengebiete

Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz

Förderschwerpunkte

  • Durchführbarkeitsstudie
  • Internationale Vernetzung

Zielländer

Estland, Litauen, Lettland

Feldbesuch zum Abfallwirtschaftszentrum Getliņi EKO in Riga.

Die Ausgangssituation

In baltischen Staaten wird bisher nur ein geringer Anteil an Bioabfällen verwertet. Bioabfälle machen einen Großteil von Siedlungsabfällen aus, also Abfällen, die in Haushalt, Handel, Gewerbe und Büros anfallen. In entsprechenden EU-Richtlinien werden genaue Anforderungen für die Bewirtschaftung von biologisch abbaubaren Abfällen definiert. So ist seit 2024 ist die Sammlung und wird ab 2025 auch die Verwertung von Abfällen dieser Art geregelt. Inwieweit die Bewirtschaftung von Bioabfall zur Einführung einer Kreislaufwirtschaft in den Ländern Estland, Litauen und Lettland beitragen kann, wird im Rahmen des Projekts AHK Baltikum2 betrachtet.

Der Lösungsansatz

Das Projekt fokussiert sich auf die Optimierung der Bioabfallbewirtschaftung in den baltischen Staaten, um eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft im Einklang mit den EU-Richtlinien zu fördern.

Die Ziele und Maßnahmen

Ziel des Projekts ist es, eine effiziente Bewirtschaftung von Bioabfall in den baltischen Staaten zu etablieren, wo derzeit nur ein geringer Anteil entsprechend verwertet wird. Der hohe Verwertungsgrad in Deutschland dient dabei als Vorbild, sodass der Wissenstransfer aus Deutschland von zentraler Bedeutung ist.

Vorschriften zur Abfallverwertung werden in den baltischen Staaten auf kommunaler Ebene erlassen. Daher zielt das Projekt darauf ab, Ergebnisse in Form praxisnaher Leitlinien für Kommunalverwaltungen zu entwickeln, um so zur erfolgreichen Implementierung der Bioabfallbewirtschaftung beizutragen. Um den gegenseitigen Wissenstransfer zu erhöhen, werden während des gesamten Projektverlaufs Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalverwaltung eingebunden.

Das Projekt beginnt mit einer Bedarfsanalyse der Bewirtschaftung von Bioabfall in der Zielregion und schließt die Akquise von Teilnehmenden beteiligter Branchen, nationaler Verwaltungen, Nichtregierungsorganisationen und Kommunen ein. Um Prozesse detailliert betrachten zu können, wird eine Abfallbewirtschaftungsregion als Fallbeispiel ausgewählt. Anschließend daran werden den Teilnehmern während eines Vor-Ort-Besuchs entsprechende Prozesse vorgestellt und der Austausch dazu ermöglicht.

Einblicke in Vorgehensweisen und Lösungsansätze aus Deutschland sollen zudem eine Studienreise zu Unternehmen aus der Umwelttechnologie-Branche in Deutschland und ein lokaler Workshop unter Teilnahme deutsche Fachexpertinnen und –experten geben. Am Ende des Projektes soll die Ausarbeitung von Leitlinien zur Bewirtschaftung von Bioabfällen in Kommunen stehen.

 

 

 

Kontakt

Locmelis Edgars Deutsch-Baltische Handelskammer +371 66 119 817 E-Mail